Einblicke in das KommMa-Projekt, Teil 1

3 Fragen an Magdalena Vallon

Das Verbundprojekt "Kommunaler Klimaschutz" (KommMa) entwickelt ein Konzept und eine Webanwendung zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Die Anwendung wird speziell auf Kommunen zugeschnitten, um sie effektiv dabei zu unterstützen, ihre Klimaschutzziele zu erreichen. Vier KIT-Institute arbeiten Fachübergreifend bei KommMa mit. Wir stellen sie und ihre Projektaufgaben nach und nach näher vor.

Zunächst sprechen wir mit Dr. Magdalena Vallon, sie ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Meteorologie und Klimaforschung Troposphärenforschung (IMKTRO). Ihr Schwerpunkt in KommMa: Wasser.

Hallo Magdalena, an was forscht das IMKTRO genau und was ist deine Aufgabe im Projekt?

Portraitfoto von Magdalena Vallon.

Das IMKTRO ist eines von insgesamt vier Instituten für Meteorologie und Klimaforschung am KIT. Wir untersuchen die Vorgänge der Atmosphäre, die unser Wetter und das Klima beeinflussen. Durch die Forschung wollen wir Wetter- und Klimaveränderungen besser verstehen, zielgenauere Vorhersagen treffen und geeignete Maßnahmen, wie beispielsweise zur Klimaanpassung, erarbeiten.

Im Projekt KommMa schaue ich mir insbesondere die Wasserbezogenen Aspekte im kommunalen Umfeld an. Als Chemikerin interessieren mich dabei vor allem die Vorgänge in Kläranlagen, Pumpwerken und Badebetrieben. Solche Anlagen zu betreiben ist ziemlich Energie- und Kostenintensiv und deshalb untersuche ich, welche Energiesparmaßnahmen möglich sind und welche Prozesse noch optimiert werden können.

Was reizt dich besonders an der Mitarbeit in diesem Projekt?

Ich finde es schön zu sehen, dass aus den Forschungsergebnissen etwas für die Praxis entsteht. Kommunen nehmen beim Klimaschutz eine zentrale Rolle ein, denn sie haben viel Potenzial, etwas zum Positiven zu bewirken, das direkt vor unserer Haustür liegt – etwa in Bereichen wie Stadtplanung, Verkehr oder Energieversorgung. Wenn die Maßnahmen dann gut umgesetzt sind, kann eine Kommune viel bewirken und viele Menschen mitnehmen. Zudem finde ich es spannend, mit Instituten aus anderen Fachbereichen zusammen zu arbeiten.

Warum ist die Fachübergreifende Zusammenarbeit in KommMa entscheidend?

Klimawandel findet auf vielen Ebenen statt. Aufgrund der Mehrschichtigkeit im Projekt können wir verschiedene Bereiche gleichermaßen mitdenken: Wasser, Mobilität und Energie. Das ist schon besonders, denn häufig fokussieren sich Projekte nur auf einen Teilaspekt. In KommMa können wir mehrere Aspekte miteinander verknüpfen und Beziehungen herstellen. Denn schlussendlich hängt ja alles miteinander zusammen. Diese Art des engen Austauschs und Miteinanders ist nicht nur für KommMa, sondern auch für mich persönlich eine echte Bereicherung!

Vielen Dank für das Gespräch!

Zur Person